Wirtschaftlichkeit von Golfanlagen: Nicht „Einschätzung“, sondern FAKTEN!

(02.01.2017)   „Positive Saison trotz rückläufiger Greenfee-Einnahmen“ lautete die Headline des Berichts über ausgewählte Ergebnisses zum DGV-Golfbarometer Herbst 2016. Die „Bewertung der wirtschaftlichen Lage“ zeige sich „weiter erholt“.

Diese Einschätzung spiegelt die aktuelle „Stimmungslage“ in der deutschen Golfbranche wider. So gut oder schlecht wie es ein „Barometer“ halt kann, das schließlich nur virtuelle (!) Werte indiziert.

Stimmungen“ oder „Einschätzungen“ sagen nichts über die reale wirtschaftliche Situation von Golfanlagen. Jeder weiß um die Unterschiede zwischen der tatsächlichen, der gefühlten und der behaupteten Lage.

Aussagen wie z.B. „Uns geht’s eigentlich gut“, „Wir schätzen unsere Lage durchaus positiv ein“ oder „Wir sind ganz zufrieden“ sind für die objektive Bewertung der Wirtschaftlichkeit genauso irrelevant wie die Behauptung, bei der betreffenden Golfanlage handele es sich um „eine der schönsten in der Region xyz“.

Wenn von „zunehmendem Interesse am Golfsport“ die Rede ist, heißt das nicht automatisch, dass daraus mehr Mitglieder resultieren. Selbst eine höhere Zahl von Mitgliedern ist heutzutage nicht unbedingt gleichbedeutend mit höheren Beitragseinnahmen. Da kann eine Golfanlage mit 600 Vollzahlern durchaus höhere Beitragseinnahmen haben als eine Anlage mit 1.200 Fern- und Greenfee-Mitgliedern.

Letzten Endes ist es das Jahresergebnis, das eine signifikante Aussage über die Wirtschaftlichkeit von Golfanlage erlaubt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird keine „Einschätzung“ ausgewiesen, sondern eine konkrete Zahl von Gewinn oder Verlust. Allein diese konkrete Zahl ist es, die eine relevante Aussage darüber trifft, ob die Saison für eine Golfanlage „positiv“ war oder nicht.