Corona-Zwangspause kostet deutsche Golfplätze bis zum 19. April rd. 24,4 Mio. €

(06.04.2020)   Clubs und Betreiber verlieren momentan ca. 1.000 € pro Tag.

Die Umsatzerlöse aus dem operativen Geschäft (Greenfees, Driving Range, Turniere, Verleih, Werbung, Mieten & Pachten) summieren sich für deutsche 18-Löcher-Golfanlagen im Mittel auf rund 300.000 € pro Jahr. Für touristische Golfanlagen mit einem hohen Aufkommen an Gastspielern ist dieser Umsatzanteil höher, für klassische vereinseigene Golfplätze mit einem hohen Anteil an Mitgliedsbeiträgen etwas niedriger.

Das aus dem operativen Geschäft generierte Umsatzvolumen ist zu Beginn der Saison noch relativ gering und steigt in den Sommermonaten (Höhepunkt der Golfsaison) deutlich an. Im langjährigen Mittel beläuft sich der Umsatzanteil aus dem operativen Geschäft im März auf zwischen 5% und 8% des Jahresumsatzes. Dieser Anteil steigt im April auf zwischen 10% und 12%. Im August liegt er bei zwischen 12% und 14% des operativen Jahresumsatzes.

Einschließlich eines Mehraufwandes für administrative Aufgaben (Kommunikation mit Mitgliedern, Geschäftspartnern, Sponsoren, etc.) sowie abzüglich eines Anteils für eingesparte Aufwendungen (Bewirtschaftung des Clubhauses während der Schließung) ergibt sich für jeden Tag der 33-tägigen Zwangspause (14 Tage im März und 19 Tage im April) für 18-Löcher-Golfplätze im Mittel ein Einnahmeausfall von 998,00 € pro Tag. Jeder deutsche Golfplatz verzeichnet für den Zeitraum der Zwangspause mithin einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von durchschnittlich 32.934 €.

In dem Ausfallschaden sind Mindereinnahmen aus eventuellen Beitrags-Stornierungen von Spielberechtigten nicht enthalten. Auch sind die Einnahmeausfälle der geschlossenen Restaurants und Golf Shops ebenso wenig mit eingerechnet wie die Umsatzeinbußen selbstständiger Golflehrer.

Das Golfanlagen-Angebot in Deutschland besteht derzeit aus 722 Golfanlagen mit 13.332 Golflöchern, entsprechend 740,7 sog. „18-Löcher-Einheiten“. Für die Gesamtheit der deutschen Golfplätze summiert sich der wirtschaftliche Schaden aus der 33-tägigen Zwangspause bis zum 19. April rechnerisch also auf 24,392 Mio. €.

Sollten die Sperrungen der Golfplätze auch nach dem 19. April noch weiter andauern, so werden die wirtschaftlichen Ausfallschäden wegen der mit fortschreitender Golfsaison bei laufendem Betrieb steigenden operativen Umsatzerlöse von Tag zu Tag zunehmen. Und zwar von bisher rd. 1.000 € pro Tag auf dann bis zu 1.200 € pro Tag (und ggfs. mehr).